Fleischernet, Beziehungsmanager!
Der Fleischer als Beziehungsmanager!
Der Beziehungsmanager ist der Verkäufer der Zukunft!
Und der Kunde ist König!
Deshalb spricht man mit ihm auf der gleichen Ebene, von König zu König!
Nicht das ausgefeilte Verkaufsgespräch, was zum Kauf animieren soll, sondern die Gemeinsamkeit zwischen den Gesprächspatnern führt zum Erfolg. Der Kunde wird zum Verbündeten des Verkäufers. Die Kunst ist es zwischen Unternehmen, Verkäufern und Kunden eine Beziehungsebene aufzubauen. Bedenken Sie folgendes! Wo Märkte enger werden und Produkte, Leistungen, Angebote und Preise sich immer mehr angleichen, ist die Beziehungsebene ein wesentlicher Faktor, der dazu beiträgt, wer bei wem kauft und als Stammkunde geführt wird. Wenden Sie als Unternehmer die emotionale Vertrauensbindung an. Für viele Kunden ist eine gefühls- und vertauensvolle Beziehung wichtiger als der Preis des Produktes. Bei allen Entscheidungen, spielt die emotionale Vertrauensbasis eine grosse Rolle. Schenken Sie Ihren Kunden das notwendige Vertrauen, das gibt Sicherheit und ein gutes Gefühl. Bringen Sie Ihre Kunden in diesen Zustand. Sehen Sie es nicht als zusätzlichen Umstand sondern als Chance! Auch der Ausbilder ist ein Beziehungsmanager. Als ich meine Ausbildung begann, sagte mein Chef: “ In den nächsten Jahren werde ich mehr Zeit mit Dir verbringen als Dein Vater!“ Dieser Satz hat sich mir damals in die“ Festplatte“ eingebrannt. Mein damaliger Chef war ein Vorbild für mich. Dieses Thema „Vorbild“ ist heute mit zunehmender Technisierung und Anonymität in unserer Gesellschaft aktueller denn je. Vorbilder sind für die Entwicklung eines Menschen sehr wichtig und eine gute Beziehung zum Auszubildenden sollte angestrebt werden, damit er sich beim lernen wohl fühlt.
Informationen können sich die Auszubildenden aus Büchern und Internet besorgen. Doch das soziale Verhalten lernen sie nur im Umgang mit anderen Menschen. Der Ausbilder, ob Meister oder Berufsschullehrer, nimmt hier eine Vorbildfunktion ein. Ausbilden heißt kommunizieren.
Die Kompetenz des Ausbilders besteht darin, Wissen und Können zu vermitteln, aber auch die Beziehung zum Auszubildenden effektiv zu managen. Diese Fähigkeit ermöglicht dem Ausbilder auch in schwierigen Situation und Konflikten den richtigen Ton und entsprechende Lösungen zu finden. Das bedeutet, Ausbilden ist Kommunikation! Neben dem Gesprächsaustausch steht auch immer die zwischenmenschliche Beziehung. Wenn das Verhältnis zwischen den Personen schlecht ist, ist es schwierig oder gar unmöglich zu vermitteln.Ich behaupte: Die Qualität der Beziehung ist der Schlüssel zum Erfolg. Egal ob diese in einer Partnerschaft, Familie oder im Ausbildungsbetrieb ist. Kennen Sie den Spruch: „Der Ton macht die Musik„?! Etwas schön reden reicht nicht aus, um Konflikte aus der Welt zu schaffen. Der Schlüssel zum Ausbildungserfolg ist nicht nur Informationsaustausch. Es ist der Ausbilder, der dem Auszubildenden das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit, Zuwendung und ganz wichtig Anerkennung und Lob vermittelt. Deshalb liegt der Erfolg auf der Beziehungsebene. Je besser sie ist, je eher können Fehler verkraftet werden und der Einsatz des Auszubildenden wird erheblich gesteigert. Unser Unterbewusstsein vergisst nichts! Deshalb sollte man es vermeiden, den Auszubildenden abzuwerten. Mit Aussprachen wie: „Du bist blöd“, oder „mit Dir habe ich einen Fang gemacht“, wird der Auszubildende gedemütigt. Man baut automatisch Blockaden auf, sodass er Schwierigkeiten bekommt, was von jemandem anzunehmen. Auszubildende müssen Sachinformationen mit positiven Gefühlen verbinden. Der Auszubildende sollte bei seinem Chef oder Ausbilder, das trifft auch auf jegliche Mitarbeiter des Unternehmens zu, Mut und Vertrauen schöpfen. Erst auf dieser Grundlage kann eine für beide Seiten fruchtbare Beziehung stattfinden und gedeihen. Viele Ausbilder nutzen wegen mangeldem eigenen Selbstvertrauen oder Überheblichkeit ihr Wissen und Erfahrungen aus und stellen sich als Besserwisser in den Vordergrund. Das sollte man unbedingt vermeiden! Wenn Auszubildende in den Betrieb kommen, neigen sie dazu, dem Ausbilder von der ersten Minute an zu vertrauen. Sie haben die Hoffnung in dem Ausbilder ein Mensch zu finden, dem sie vertrauen können. Der Ausbilder und Coach sollte dem Auszubildenden das theoretische und praktische Wissen, das er braucht zur beruflichen Entscheidungsfindung und Gestaltung seines Arbeitsplatzes an die Hand geben, damit er seine menschliche Stärke, seine positive Leidenschaft zum Beruf und seine Persönlichkeit entfalten kann. In diesem wichtigen Bereich möchten wir Sie als Unternehmer im Fleischerhandwerk gern unterstützen.
Ihr Fleischernet Team
Beziehungsmanager
Michael Julier
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